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Bramslev Bakker, Valsgård Bæk, Hegedal

Die Hügel bei Bramslev, das Bach Valsgård, Hegedal 
Hobro und Arden Kommune. Bramslev Bakker sind 7 km von Hobro entfernt.
Privatbesitzt, Schutzgebiet von etwa 300 ha. Öffentlicher Zutritt auf markierten Pfaden. Ausgangspünkte an den gezeigten Parkplätzen und am Jachthafen in Hobro.
  
Landschaft und Geologie
Die Schutzgebiete liegen am Mariager Fjord, der sich tief in die Landschaft schneidet. Aus dem Parkplatz bei Bramslev Bakker ist die Aussicht auf dem Fjord imposant. Die Steilhänge bilden ein schroffer Abbruch des ebenen, hoch gelegenen Ackerlands, das den Fjord umgibt. Der Fjord ist ein sogenanntes Tunneltal, das vor 20.000 Jahren unter dem Eis von riessigen Schmelzwasserabflüsse gebildet wurde. Untersuchungen deuten aber darauf hin, das es hier schon im Tertiär vor mehr als 1 Mio. Jahren ein Tal gab, und das dieses Tal vom hervordrängenden Eis nur tiefer gemacht wurde.

Man findet im Gebiet sowohl sandiger als lehmiger Boden. Lehm und Mergel, die während des Teritärs abgelagert wurden, befinden sich nämlich hier oft unter den eiszeitlichen Schichten leicht zugänglich.

Der Mariager Fjord ist im inneren Teil bis 30 m tief, im östlichen Teil aber ist er sehr flach und hat nur eine schmale natürliche Fahrrinne. Die Wasserauswechslung wird dadurch stark beeinflusst, und der Fjord ist deswegen sehr verwundbar gegenüber Auslaugung der Nährstoffe von besonders Land- und Teichwirtschaften und Industrie.

Als das Eis wegschmolz, entstanden in der Talseiten viele neue Klüfte. Sie wurden in die nachte Landschaft vom Regen- und Scmelzwasser ausgegraben. Das Talgebiet beim Bach Valsgård ist eben dadurch enstanden, und die viele Klüfte bilden im Tal sogenannte "falsche Hügel". An mehreren Orten im Tal quellt sogar das Grundwasser hervor. Das Bach Valsgård ist fast unreguliert, nur bei Hjerritsdal wegen der Wassermühle gestaut. Zuäusserst im Tal gibt es flache Meeresablagerungen, die während der Steinzeit, als der Wasserstand 4-5 m höher war, gelagert wurden.
  
Valsgård bæk

Das Bach Valsgård ist wie eine kleine Wildbach. Sein Lauf ist nur 3 km lang, er hat aber eine Gefälle von 40 m. Das Bach schlängelt sich wasserreich und unreguliert im engen Tal.

Tierleben
Die abwechslungsreiche Landschaft von dichten Gebüschen, Wäldern und offenen Heiden und Allmenden bietet den meisten dänischen Tieren ein Dorado - z. B. Rehwild, Hase, Fuchs und Dachs. Dazu leben hier viele verschiedene Vögel, die die gute Verstecke ausnützen. Am strömenden Bach findet man die in Dänemark seltene Wasseramsel und Gebirgstelze.

Mariager fjord

Im Sommer suchen die Kühe und Pferde am Fjord ein wenig Kühle und Ruhe vor den Insekten. Das Weiden der Tieren ist sehr wichtig und bedeutet, dass man die offene Wiesen, Heiden und Allmenden mit ihren variierten Tier- und Pflanzenleben bewahren kann.

Jedes Jahr im November - Dezember besuchen viele Meerforellen das Bach bei Valsgård, um auf dem feinen kiesigen Untergrund zu laichen. Bei der Wassermühle gibt es eine Fischleiter mit Gegenstrom.

Information
Bei den Parkplätzen gibt es Informationstafeln mit Karten.

Bramlslev Bakker

Die imposante Gebüsche von Wacholdern in Bramslev Bakker sind durch jahrhundertelange Abgrasung des Gebiets entstanden. Der Wacholder wird nicht abgebissen und erträgt darum andauernde Abgrasung. Falls die Abgrasung aufhört wachsen aber andere Bäume hervor, und die Wacholder werden in deren Schatten vergehen. Das Gebiet wird heute von Schafen abgegrast.

Karte
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Pflanzenleben
Auf den Allmenden in den Schutzgebieten wechseln Gras- und Heidekraut mit dichten Gebüschen von besonders Wacholdern. Die Wacholder bei Bramslev Bakker sind mit ihren 6-10 m besonders imposant. Man findet aber hier auch etwa 25 Bäume und Büsche anderer Arten, von denen Zitterpappel, Eiche, Salweide, Dornbusch, wilde Rosen und Äpfel hervorherrschend sind.

Der ehemalige Betrieb mit Abgrasung war ein zeitlang aufgehört, und besonders die wilde Rosen bildeten deswegen eine dichte Wildnis. Heute hat man durch Naturpflege viele unerwünschte Gewächse weggeräumt, und das Gebiet wird wieder von Schafen, Vieh oder Pferden abgegrast.
Auf den Allmenden wachsen viele verschiedene Kräuter, weil die Bodenverhältnisse so abwechselnd sind.

Eine unerwartete Imbiss

Vogelkirsche gehört zu den zahlreichen verschieden Bäumen, die auf den Steilhängen am Fjord wachsen. Wenn die Kirschen reif sind, bieten sie auf der Wanderung eine unerwartete Imbiss an.


Kulturgeschichte
Wenn man sich das Schutzgebiet von Norden nähert, sieht man sofort in der Landschaft die vielen schönen Hügelgräber. Bewahrte Hügel aus der Steinzeit und besonders der Bronzezeit zeigen, das es hier am Fjord eine Siedlung mit Ackerbau gab. Der Reichtum des Fjords war der Bauernkultur sehr wichtig, wie auch früher den Jägern und Fischern, deren Siedlungen dicht am Fjord entlang lagen.

Das Dorf Valsgård ist direkt infolge der Siedlungen aus der Bronzezeit und Eisenzeit entstanden, und die Hügel in Hjerritsdal, Bramslev und Hegedal waren sicher jahrhundertelang die gemeinsame Allmeinde des Dorfs.

Hjerritsdal Mølle

Aus dem Parkplatz am Ende von Hjerritsdalvej kann man zu Fuss auf dem alten Mühlenweg zum Bach und zur Wassermühle Hjerritsdal gehen. Die Mühle ist Privatbesitz, Zutritt zu Mühlenteich, Staudamm und Fischleiter ist aber gestattet. Eine persönliche Anfrage ermöglicht oft ein Besuch im alten Mühlenhaus.


Die heutige Mühlegebaüde bei der Mühle Hjerritsdal sind aus etwa 1830, der Mühlenbetrieb ist aber seit dem 15. Jahrhundert hier gewesen. In Nordjütland sind die Räder der Wassermühlen oft in der Gebäude einstalliert, und so hat auch die Mühle Hjerritsdal ihr oberschlächtiges Rad drinnen. Sonst sind sie in Dänemark draussen am Haus. Die Mühle ist sehr gut erhalten und völlig funktionsfähig.

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   25. oktober 2011