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Næsby dale 
Løgstør Kommune
9 Kilometer von Løgstør entfernt.
Privatbesitz, Schutzgebiet von 6 Hektar Land.
Öffentlicher Zutritt zum Strand einen markierten Weg entlang.
Parkplatz wo der Weg beginnt.


Landschaft und Geologie
Næsby dale ist ein V-förmiges Erosionstal, wo das fliessende Wasser sich seit der Eiszeit unterwegs zum Meer in die hochliegende Moränenlandschaft eingegraben hat. Der lehmige Moränenuntergrund hat die Abströmung der Oberfläche und die Erosion gefördert. Die Kluft ist heute bis das Grundwasser, das in den Quellen im Talboden fliesst, eingegraben. Entsprechende Klüfte findet man in Kragdal und Skovsøernes dal bzw. nördlich und südlich der Næsby dale. Diese Klüfte sind den Strand entlang zu Fuss erreichbar.

Die Küste bei Næsby dale ist eine der wenigen Steilküsten in Nordjütland, wo das Meer stetig die Landschaft "anknabbert". Untersuchungen zeigen, dass das imposante Steilufer - bis 35 Meter hoch - aus drei verschiedenen steinigen Moränenlehmschichten, die alle vom Eis aus Nordosten abgelagert wurden, besteht.
Zwischen den wasserundurchlässigen Lehmchichten gibt es dünne wasserführende Sandschichte, und deswegen sieht man am Steilufer teils Quellen, teils sehr grosse Erdrutche bei denen ganze Schollen der Landschaft hinausgleiten.

Die Moräne enthält viele Steine, die sich am Strand nach und nach anhäufen, weil Lehm und Sand vom Meer entfernt werden. Viele der Steine sind Geschiebe, deren Ursprungsort man genau feststellen kann, z. B. der Rhombenporphyr aus Oslo.


Næsby dale

Næsby dale ist einer der markanten Erosionstäler an der Westküste Himmerlands zwischen Lendrup und Rønbjerg. Das Tal ist in Querschnitt v-förmig.




Blutroter Storchschnabel


Tierleben
In Næsby dale gibt es in den Gebüschen der Schlucht viele verschiedene kleine Vögel. Am Steilufer ist eine kleine Kolonie von Uferschwalben.

Die Küstenstrecke Næsby dale entlang gehört zu den bekannten Fischplätzen des Leimfjords und ist das ganze Jahr hindurch ein gutes Fanggebiet. Der variirte Boden des Fjords bildet mit seinen vielen Steinen, Seegras und Muschelbänken den Meerforellen eine riesige Speisekammer. Die Fischerei ist nördlich der Næsby dale das Steilufer entlang am besten, besonders ab September und den Winter hindurch bis ende Mai. 
 

Stranden ved Næsby dale

Der Strand Næsby dale entlang ist ein bekannter Fischplatz der Meerforellen und Hornhechte.


Næsby dale fra luften

Die Steilufer bei Næsby dale sind bis 35 Meter hoch mit imposanten Formationen, von denen grosse Schollen der Moränenlandschaft hinausgleiten und vom Meer entfernt werden. 


Kort
Copyright Kort- og matrikelstyrelsen



Pflanzenleben
Da die schmale und tiefe Schlucht Næsby dale Ost zu West läuft, ist ihre nördliche Seite ziemlich sonnig und trocken, während die südliche Seite mehr schattig und feuchter ist. Deswegen gibt es grosse Unterschiede der Vegetation, und eben dank diesen Verhältnissen wurde die Schlucht im Jahre 1977 eingezäunt. Damals war die Schlucht seit vielen Jahren nicht abgegrast, und die südliche Seite war stark mit Gebüsch bestanden, die nördliche Seite war aber lichtoffen und grasbewachsen. Seitdem hat Nordjyllands Amt Naturpflege mit Rodung und Abgrasung von Schafen veranstaltet, damit die nördliche Seite mit ihrer wertvollen Gemeindeweidenflora nicht überwuchert wird.

Die schattige Südseite hat Gebüsche mit Holunder, Sanddorn und Gemeinem Bärenklau (nicht der grossen Bärenklau, der eingeführt ist und sich aggressiv verbreitet). Ein Teil der Gebüsche ist gerodet und von Grasparteien abgelöst.
Die sonnige Nordseite hat einzelne Gebüsche von Sanddorn und eine Grassteppenvegetation mit z. B. Blutrotem Storchschnabel, Knolliger Spierstaude, Gemeinem Odermennig, Skabiosen- Flockenblume, Kriechender Heuhechel, Mittlerem Wegerich, Schlüsselblume und dem seltenen Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna). Auf der Gemeindeweide wachsen mehrere Arten von Saftlingen.

Sommerfugl på Knopurt

Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ist unter den Schmetterlingen sehr beliebt.

Kulturgeschichte
Næsby dale ist jahrhundertlang das gemeinsame Weidegebiet - Gemeindeweide - des Dorfs Næsby gewesen. Um das Jahr 1800 herum wurde die Schlucht in 8 Kataster, die jeder einem Bauernhof in Næsby gehörte, aufgeteilt. Die unpraktischen Grenzscheiden quer durch die Schlucht und die vielen kleinen Parzellen deuten aber an, das die Schlucht auch nach der Aufsiedlung als Gemeindeweide verwendet wurde. Nur wegen der Aufsiedlung musste man die gemeinsame Weide aufteilen. Die ursprüngliche Katasteraufteilung existiert heute noch, die Parzellen waren aber schon in 1977 vor der Schonung unter drei Besitzern verteilt.

Das Gebäude im nördlichen Teil der Schlucht wurde um den ersten Weltkrieg herum als Sommervilla dem Baron Otto Reedetz-Thott von Gavnø gebaut. Während einer Segelfahrt auf dem Fjord verliebte sich seine Frau in die schöne Natur, und das Paar kaufte sofort die Schlucht. Seit seinem Tod in 1930 ist "Das Haus des Barons" u. a. Sommergaststätte, Restaurant, Behandlungsheim, Center für Flüchtlinge und Ferienwohnungen gewesen.

Information
Auf dem Parkplatz über der Schlucht gibt es eine Informationstafel von Nordjyllands Amt aufgestellt.

 © Naturturist

24. May 2004